Unsere Arabica Bohnenvarietäten

Auf der Farm wachsen ausschließlich Arabica Bohnen, weil diese grundsätzlich ein komplexeres Aromaprofil aufweisen als Robusta Bohnen. Jedoch ist Arabica nicht gleich Arabica, auch hier gibt es zwischen den Variationen erhebliche Unterschiede. Auf dieser Seite finden Sie Informationen über alle Arabica Varietäten, die wir in unseren Kaffees verwenden.

Aktuelle Auswahl an Varietäten in unseren Kaffees

Geisha

Iapar 59

Catuai

Caturra

Sarchimor

Alle unsere Kaffees bestehen aus einer oder mehrerer dieser Arabica Varietäten, die auf der Farm Granados kultiviert werden. Auf dieser Seite finden Sie zu jeder Bohne Informationen zum Anbau, der Zubereitung und Geschmack.

Die Königin unter den Arabica Varietäten

Geisha

Die Geisha-Bohne gilt als eine der exklusivsten Arabica-Varietäten weltweit. Ihr Ruf beruht nicht nur auf dem anspruchsvollen Anbau und den limitierten Erträgen, sondern vor allem auf ihrem außergewöhnlich feinen und vielschichtigen Aromaprofil. Auch wenn sie heute vor allem mit Panama in Verbindung gebracht wird, liegt ihr Ursprung auf dem amerikanischen Kontinent in Costa Rica.

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Begrenzter Geisha Anbau – hohe Sorgfalt, geringe Erträge

Die Geisha-Pflanze stellt besondere Anforderungen an Klima, Boden und Pflege. Sie wächst langsam, ist anfällig für Krankheiten und bildet vergleichsweise wenige Kirschen aus. Der Ertrag liegt oft bei nur 50 % im Vergleich zu anderen Arabica-Sorten.

Diese Knappheit, verbunden mit einem bemerkenswerten Geschmackserlebnis, macht Geisha-Kaffee so begehrt – und entsprechend exklusiv. Immer wieder erzielen kleine Chargen dieser Sorte Spitzenpreise auf Auktionen und in Spezialitätenbörsen. Bei internationalen Auktionen erzielt Geisha-Kaffee regelmäßig Preise von mehreren hundert bis über tausend US-Dollar pro Pfund.

Geisha ist ein Geschmackserlebnis, das Maßstäbe setzt

Geisha-Kaffee überzeugt mit einer Aromatik, die weit über das übliche Kaffeespektrum hinausgeht. Typisch sind florale und fruchtige Noten, eine klare Säure und ein seidiger Körper.

Die Bandbreite der Aromen umfasst je nach Terroir und Aufbereitung:
Jasmin, Bergamotte, Lavendel, Melasse, Kakao, Pfirsich, Papaya, Mandarine, Vanille – ein Bouquet, das sowohl in der Nase als auch am Gaumen in Erinnerung bleibt.

In unabhängigen Verkostungen („Cuppings“) erreicht die Geisha-Bohne regelmäßig Bewertungen von über 90 Punkten auf der SCA-Skala – ein Prädikat für außergewöhnliche Qualität.

Geishas Ursprung ist in Costa Rica – nicht Panama

Häufig wird Geisha mit Panama gleichgesetzt – doch historisch betrachtet stammt die Sorte ursprünglich aus der Region Gesha in Äthiopien. Von dort gelangte sie über verschiedene Forschungseinrichtungen, darunter das Instituto del Café de Costa Rica (ICAFE), nach Mittelamerika.

In Costa Rica erkannte man früh das geschmackliche Potenzial dieser Varietät. Durch gezielte Weiterentwicklung und Kultivierung in Höhenlagen mit vulkanischen Böden konnte sich das volle Aroma entfalten – lange bevor Panama durch cleveres Marketing zur weltweiten Geisha-Marke wurde.

Trotz vergleichbarer oder sogar höherer Qualität wird Costa Rica heute im Zusammenhang mit Geisha häufig übersehen.

Herausforderung im Anbau der Geisha Bohne – sensibel und standortabhängig

Geisha-Pflanzen besitzen ein eher zartes Blattwerk und ein feines Wurzelsystem. Beides macht sie empfindlich gegenüber Trockenheit, Nährstoffmangel und direkter Sonneneinstrahlung.

Die geringe Blattfläche erschwert die Photosynthese, die schwachen Wurzeln nehmen weniger Wasser und Mineralien auf. Nur unter optimalen Bedingungen – Höhenlagen zwischen 1.400 und 1.700 Metern, feuchtes Mikroklima und vulkanische Böden – kann die Pflanze ihr volles Potenzial entfalten.

Der Aufwand, den Anbau erfolgreich zu betreiben, ist entsprechend hoch. Doch das Ergebnis: eine der ausdrucksstärksten Kaffeebohnen der Welt.

Geröstete Kaffeebohnen der Sorte Iapar 59 aus Costa Rica, beschriftet mit „Medium Roast“. Das Bild zeigt die frisch gerösteten Arabica-Bohnen mit ihrer glänzenden, dunklen Oberfläche.

Innovation und Vielseitigkeit

Iapar 59

Iapar 59 gehört zu den wenigen Varietäten, die wir sortenrein anbieten – neben der Geisha die einzige.
Ihr Profil ist so eigenständig, ausgewogen und vielschichtig.

Iapar 59 gilt als kleine Innovation im Kaffeeanbau – widerstandsfähiger gegen Blattrost und Nematoden und trotzdem ertragreich. Das besondere dabei: Ihre Robustheit geht nicht zulasten des Geschmacks – im Gegenteil, das Aromaprofil ist so fein und komplex, dass es selbst anspruchsvolle Kaffeeliebhaber überrascht.

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Ursprung & Züchtung – Eine neue Generation Arabica Kaffeebohnen

Der IAPAR 59 ist eine gezielte Kreuzung der Varietäten Villa Sarchi (ein natürlicher Arabica-Mutant aus Costa Rica) und Híbrido de Timor (eine robuste Kreuzung mit Robusta-Anteilen). Ziel war es, eine Pflanze zu entwickeln, die den klimatischen Herausforderungen des modernen Kaffeeanbaus gewachsen ist – ohne Kompromisse im Geschmack.

Die Farm Madre Tierra, gelegen im Talamanca-Gebirge, ist eine der ersten in Costa Rica, die diese Varietät kultivierte und weiterentwickelte. Bereits 2019 überzeugte der IAPAR 59 beim nationalen SCACR-Wettbewerb für frühreife Kaffeesorten – mit einem Geschmacksprofil, das als „modern und außergewöhnlich“ beschrieben wurde.

Geschmacksprofil des Iapar 59 – Frucht, Süße, Tiefe

Der IAPAR 59 beeindruckt mit einer klaren, eleganten Süße und einem breiten Aromenspektrum:
Tropische Früchte, Zitrus, Datteln und dunkle Schokolade bilden das Rückgrat – begleitet von floralen und würzigen Nuancen wie Jasmin, Lavendel, Vanille, Melasse, Papaya, Bergamotte und Kakao.

Die Säure ist mild und harmonisch eingebunden, der Körper weich bis seidig – eine seltene Balance zwischen Kraft und Finesse. Das Ergebnis: ein vielschichtiger Kaffee mit eigenständigem Charakter, der neugierig macht und lange im Gedächtnis bleibt.

Anbau & Verarbeitung – Handarbeit auf Madre Tierra

Die Kaffeepflanzen wachsen auf rund 1.200  - 1.700m Höhe unter natürlichem Schatten von Bananenstauden im Talamanca-Gebirge. Das Zusammenspiel aus vulkanischen Böden, feuchtem Mikroklima und kühleren Temperaturen auf dieser Höhe sorgt für eine langsamer reifende Kirsche mit hoher Dichte – ein entscheidender Faktor für aromatische Tiefe und Röstqualität.

Die Bohnen des IAPAR 59 erfüllen damit den Qualitätsstandard SHB (Strictly Hard Bean) – ein Prädikat für Hochlandkaffee mit besonders kompakter Zellstruktur und vollem Entwicklungspotenzial in der Tasse.

Die Ernte erfolgt selektiv von Hand, in mehreren Durchgängen, um nur perfekt gereifte Kirschen zu verarbeiten. Anschließend werden die Bohnen auf der Farm schonend getrocknet und im traditioneller Trommelräster mitteldunkel geröstet. Sie sind daher für leichtere Espressi geeignet, dadurch dass sie aber nicht bis zum "Second crack" geröstet werden, auch optimal für klassische Brühmethoden.  

Zubereitung – Vielseitig, experimentierfreudig, eigenständig

Der IAPAR 59 ist vielseitig in der Zubereitung und eignet sich für:

  • Filterkaffee (V60, Chemex, Handfilter)
  • Espresso & Siebträger (leichter Espresso) 
  • French Press & AeroPress
  • Cold Brew (überraschend weich und süß)

Je nach Methode betont der Kaffee andere Aspekte seines Aromaprofils – fruchtige Helligkeit, florale Frische oder schokoladige Tiefe. Besonders spannend für alle, die gerne experimentieren und den Facettenreichtum eines Kaffees wirklich auskosten möchten.

Fazit – Fortschritt, der schmeckt

Der IAPAR 59 vereint das Beste aus zwei Welten: die Innovationskraft moderner Züchtung mit der Feinheit eines echten Gourmetkaffees. Seine Widerstandskraft macht ihn zukunftsfähig, sein Geschmack macht ihn besonders.

Ein Kaffee für Entdecker, Puristen – und alle, die das Besondere suchen. Insbesondere spannend vor dem Hintergrund, dass solche Kaffees in den nächsten Jahrzehnten durch klimatische Veränderungen immer relevanter werden. 

Alle unsere Kaffees mit Iapar 59 Bohnen

Zwei Pflanzen der Arabica-Kaffeevarietät Catuai aus Costa Rica. Links mit roten und grünen Kaffeekirschen, rechts mit gelben reifen Kirschen in voller Pracht.

Die Schwestern Catuai Rojo & Catuai Amarillo

Catuai

Die Catuai-Bohne ist eine Kreuzung aus Mundo Novo und Caturra, beide mit Ursprung in der Arabica-Sorte Bourbon. Es gibt zwei Varianten: Catuai Rojo (rote Kirschen) und Catuai Amarillo (gelbe Kirschen). Die Pflanze ist kompakt, robust und trägt fest sitzende Kirschen – ideal für Hanglagen. Sie benötigt sorgfältige Pflege, besonders beim naturnahen Anbau im Schatten ohne Chemie. Geschmacklich überzeugt Catuai mit einem Karamell-Duft und Noten von Schokolade, Mandel, Honigmelone, Nuss und Vanille, die je nach Röstung variieren können.

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Die Herkunft des Catuai

Der Catuai Kaffee ist das Ergebnis einer Kreuzung zwischen der Mundo Novo und der Caturra Pflanze, die beide wiederum von der Arabica Varietät Bourbon abstammen.

Es gibt zwei Hauptvarianten des Catuai: Catuai Rojo und Catuai Amarillo, wobei letzterer keine roten Kirschen, sondern gelbe Kirschen trägt.

Merkmale der Catuai Pflanze

Die Catuai Pflanze ist relativ klein und zeichnet sich durch nach oben gleichmäßig abstehende Äste um einen dicken Mittelstamm aus. Die Kaffeekirschen sitzen fest an den Zweigen, was die Ernte zu einer sorgfältigen und kraftaufwändigen Aufgabe macht. Glücklicherweise ist die Pflanze selbst nicht sehr hoch, was den Pflückern entgegenkommt und verhindert, dass die Kirschen bei starkem Regen leicht abfallen.

Anbau und Geschmacksprofil des Catuai Kaffees

Die Catuai Pflanze erfordert eine sorgfältige Pflege, insbesondere wenn sie auf kleinen Schattenplantagen im Urwald wächst und keine chemischen Schutzmittel eingesetzt werden.

Der Catuai Kaffee zeichnet sich durch sein duftendes Karamellaroma aus, begleitet von einem erfrischenden Geschmack mit leichten Nuancen von Schokolade, Mandel, Honigmelone, Nuss und Vanille. Der Geschmack kann jedoch je nach Röstgrad variieren, wodurch sich ein vielfältiges Geschmackserlebnis ergibt.

Unterschiede zwischen Catuai Rojo und Catuai Amarillo

Beide Varianten stammen von derselben Züchtung ab, unterscheiden sich jedoch in der Farbe der reifen Kirschen – Catuai Rojo trägt tiefrote, Catuai Amarillo leuchtend gelbe Früchte. Diese optische Differenz wirkt sich auch auf den Geschmack aus: Während Catuai Rojo meist für seine ausgewogene, schokoladig-nussige Note geschätzt wird, zeigt Catuai Amarillo oft eine hellere, fruchtigere Aromatik mit Anklängen von Zitrus oder gelber Steinfrucht. Der Anbau und die Pflege beider Varianten sind nahezu identisch, doch beim Verarbeiten und Rösten zeigt sich, wie unterschiedlich sich die beiden in der Tasse entfalten können.

Harmonie von Höhenlage und Geschmacksreichtum

Caturra

Die Caturra-Bohne ist eine natürliche Mutation der Bourbon-Bohne und wurde erstmals in den Bergen Brasiliens entdeckt. Sie wächst bevorzugt in Höhenlagen über 2000 m, wo sie starken Winden trotzen muss. Caturra gilt als ertragreich und leicht zu ernten, ist jedoch anfällig für Kaffeerost. Sie ist die einzige Bohne in unserem Angebot, die nicht auf der Farm Granados, sondern auf einer befreundeten Farm in San Vito im Süden Costa Ricas angebaut wird. Geschmacklich bietet Caturra eine helle Säure, fruchtige Noten, sowie süßlich-nussige Aromen mit Anklängen von Schokolade und Karamell – vielschichtig und charakterstark.

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Ursprung und Entwicklung der Caturra-Bohne

Die Caturra-Bohne hat bereits einen längeren Weg hinter sich. Anders als andere Bohnen, wurde die Caturra-Bohne nicht künstlich gezüchtet, sondern hat sich natürlich aus der Bourbon-Red-Bohne entwickelt. Erstmalig wurde die Bohne in Serra do Caparaó, einer Bergkette in Brasilien, gefunden.

Anbau und Herausforderungen der Caturra-Bohne

Caturra ist ein Hochland-Kaffee, der bevorzugt in Höhen über 2000 Metern wächst. Die starken Winde in diesen Höhenlagen erfordern, dass die Caturra-Kaffeepflanze widerstandsfähiger als die meisten anderen Sorten sein muss. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Bohne bei Kaffeebauern beliebt für ihre ertragreiche und einfache Ernte. Ein Nachteil ist jedoch, dass diese Varietät anfällig für Kaffeerost ist und in den letzten Jahren öfter für Probleme und schlechte Ernten gesorgt hat.

Für unseren Kaffee wachsen die Caturra-Pflanzen auf einer befreundeten Farm unseres Kaffeebauers in San Vito. San Vito liegt im Süden von Costa Rica nahe der Grenze zu Panama und ist eines der südlichsten Kaffeeanbaugebiete Costa Ricas. Der Kaffee unterscheidet sich bereits optisch in seiner Größe zum Kaffee von der Farm Madre Tierra. Die Caturra-Arabica-Bohnen sind deutlich kleiner, entfalten jedoch in der Tasse den typischen Costa-Rica-Geschmack der „kleinen Farmen“.

Geschmacksprofil der Caturra-Bohne

Die Caturra-Bohne, eine reine Arabica-Bohne, zeichnet sich im Geschmack durch eine helle Säure mit fruchtigen Noten und einem leicht süßlich-nussigen Aroma aus. Zusätzlich zu diesen Eigenschaften offenbart sie oft subtile Schokoladen- oder Karamellnuancen, die dem Kaffee eine zusätzliche Tiefe und Komplexität verleihen. Diese Geschmacksvielfalt macht die Caturra-Bohne besonders vielseitig und beliebt unter Kaffeekennerinnen und -kennern.

Alle unsere Kaffees mit Caturra Bohnen

Kaffeepflanze der Sorte Sarchimor & Catuai aus Costa Rica, mit grünen und reifenden Kaffeekirschen vor einem Hintergrund aus leuchtend roten Blüten und üppigem Blattwerk.

Die exquisite Bohne

Sarchimor

Sarchimor ist eine Kreuzung aus Villa Sarchi und Timor, gezüchtet für Widerstandsfähigkeit und hohe Qualität. Auf der Farm Granados im Talamanca-Gebirge wird sie unter idealen Bedingungen als Microlot kultiviert – mit besonderem Fokus auf Qualität und Sortenreinheit. Die Pflanze ist robust, besitzt große dunkelgrüne Blätter und liefert stabile Erträge. Im Geschmack zeigt Sarchimor ein vollmundiges Profil mit Karamell- und Orangenaromen, ergänzt durch Schokolade und eine angenehme Säure. Die mittlere bis hohe Körperfülle macht sie ideal für Filter und Espresso – ein echter Charakterkaffee.

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Ursprung und Entwicklung der Sarchimor Bohne

Die Sarchimor Arabica Bohne ist das Ergebnis einer speziellen Kreuzung zwischen den Arabica-Varietäten Villa Sarchi und Timor. Ursprünglich entwickelt, um die Vorteile beider Sorten zu kombinieren, stammt unser Sarchimor Kaffee aus der hochgelegenen Kaffee Farm Granados. Diese Kreuzung hat zu einer Bohne geführt, die nicht nur widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist, sondern auch ein hervorragendes Aroma bietet. Die sorgfältige Weiterentwicklung auf der Farm Granados hat dazu beigetragen, dass sich der Sarchimor Kaffee durch seine besondere Qualität und Robustheit auszeichnet.

Anbau und Herausforderungen der Sarchimor Bohne

Der Anbau von Sarchimor Arabica Kaffee findet unter idealen Bedingungen im Talamanca Hochland statt, das durch verschiedene Klimazonen und Bodentypen charakterisiert ist. Die Sarchimor-Pflanze zeichnet sich durch große, festere und dunkelgrünere Blätter aus, die eine gute Basis für die Kaffeequalität bieten. Auf der Farm Granados wird Sarchimor als Teil von Microlots angebaut und verarbeitet. Microlot-Kaffee bezieht sich auf eine spezielle Charge der Ernte, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Qualität separat verarbeitet wird. Diese Methode stellt sicher, dass jeder Sarchimor Kaffee ein einzigartiges Geschmacksprofil und Charakter aufweist. Die Herausforderungen beim Anbau von Microlots liegen in der Notwendigkeit einer intensiven Pflege und dem hohen Qualitätsmanagement, um die Einzigartigkeit jeder Charge zu erhalten.

Geschmacksprofil der Sarchimor Bohne

Der Geschmack des Sarchimor Arabica Kaffees ist als vollmundig und reichhaltig zu beschreiben, gekennzeichnet durch süßliche Karamell- und fruchtige Orangenaromen. Ergänzt wird dieses Geschmacksprofil durch Noten von Schokolade und einer angenehmen Säure. Die Bohnen weisen eine mittlere bis hohe Körperfülle auf, was sie sowohl für Filterkaffee als auch für Espressozubereitungen ideal macht. Die separate Verarbeitung der Microlots auf der Farm Granados garantiert, dass jeder Sarchimor Kaffee seinen einzigartigen Geschmack und Charakter beibehält. Dies macht ihn zu einem Favoriten unter Kaffeeliebhabern, die nach einem Kaffee mit einem unverwechselbaren und qualitativ hochwertigen Geschmacksprofil suchen.

Bohnen der Farm Granados die aktuell nicht in unseren Kaffees verwendet werden

Die folgenden Varietäten wachsen ebenfalls auf der Farm Granados in Costa Rica, sind allerdings aktuell nicht in unseren Kaffees zu finden. Jedes Jahr wird die Zusammenstellung der Varietäten in unseren Kaffees neu beurteilt, abhängig der Anbaubedingungen und Qualität der Bohnen.

Die Bohne aus dem Norden

Venecia

Venecia ist eine traditionsreiche Arabica-Varietät aus Costa Rica, bekannt für ihre großen, widerstandsfähigen Kirschen und ihr ausgewogenes Aromaprofil.

Feine Süße, milde Säure und vielseitiger Charakter machen sie zu einem Kaffee, der in jeder Zubereitung überzeugt.

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Die Herkunft der Venecia Arabica Pflanze

Die Venecia Arabica Pflanze hat ihren Ursprung in der Ortschaft Venecia im Norden Costa Ricas. Ihre Entdeckung erfolgte durch einen Züchter von Caturra Pflanzen, einer Zwergmutation der Bourbon-Bohne, die in den 1930er Jahren in der brasilianischen Stadt Caturra entdeckt wurde.

Entwicklung und Veredelung der Venecia Sorte

In Costa Rica entwickelte sich die Venecia Sorte weiter, und daraus entstand später die Sorte Villa Sarchi, benannt nach der Stadt Sarchi. Die Venecia Pflanze zeichnete sich durch ihre großen Kaffeekirschen aus, die dank des häufigen Regens in der Region widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sind.

Das ICAFE-Institut arbeitete in Zusammenarbeit mit Bauern in Perez Zeledon im Süden Costa Ricas daran, diese Sorte weiter zu veredeln.

Die Merkmale und Beliebtheit des Venecia Kaffees

Sorgfältig mit einer schonenden Trommelröstung geröstet. Diese Rösttechnik hebt die einzigartigen Geschmacksprofile der Bohnen hervor und sorgt für eine optimale Balance zwischen Süße und Säure.

Die Venecia Bohne kann üblicherweise in vieler Art der Kaffeezubereitung genossen werden, sei es als Espresso, Filterkaffee oder sogar als Cold Brew, was ihn zu einer äußerst vielseitigen Wahl für Kaffeekenner macht.

Costa Rica Kaffee Obata

Die Symbiose aus Tradition und Widerstandsfähigkeit

Obata

Obata ist eine Weiterentwicklung der Villa Sarchi Bohne, die wiederum von der Bourbon-Sorte abstammt. Sie wurde gezüchtet, um widerstandsfähiger gegen Kaffeerost (Roja) zu sein und ist besonders gut an das Klima Costa Ricas angepasst. Geschmacklich überzeugt Obata mit einem weichen, vollen Körper, geringer Säure und ausgewogenen Noten von Orange, Pflaume, Limone sowie Zimt, Toffee und Kakao im Abgang. Ein eleganter, harmonischer Kaffee mit viel Tiefe – ideal für Liebhaber sanfter, aromatischer Tassen.

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Die Herkunft der Obata Kaffeesorte

Die Kaffeesorte Obata ist eine Weiterentwicklung, die aus der Villa Sarchi Pflanze und der darauffolgenden Sarchimores Pflanze hervorgegangen ist. Villa Sarchi selbst entstand aus einer Spontanmutation der Bourbon-Kaffeebohne in der Stadt Sarchi im West Valley District von Costa Rica. Eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung des Obata Kaffees spielt seine geringere Anfälligkeit für den "Roja", einen Pilz, der in erster Linie Kaffeepflanzen befällt und in der Vergangenheit auf Kaffeeplantagen erheblichen Schaden angerichtet hat.

Die Besonderheiten der Obata / Villa Sarchi Kaffeebohne

Die Obata/Villa Sarchi Kaffeebohne ist eine Nachzucht der alten Bourbon Bohne und gedeiht besonders gut in Costa Rica, da sich die Kaffeepflanzen perfekt an das dortige Klima angepasst haben. Dieser Kaffee vereint einen reinen, vollen und weichen Körper mit geringer Säure und ausgewogenen Noten von Orangen und Pflaumen. Sein dezenter Limonengeschmack hebt die feinen Aromen von Zimt und Toffee hervor, und im langanhaltenden Abgang ist eine bezaubernde Kakao-Note präsent.

Der Ursprung aller Vielfalt in der Arabica-Welt

Typica

Typica ist die Urform aller Arabica-Varietäten und weltweit unter vielen Namen bekannt. Genetisch lässt sich ihre Herkunft auf eine einzige Pflanze zurückführen.

Die Typica-Pflanze ist großwüchsig, mit bronzefarbenen Jungblättern und nahezu horizontal wachsenden Ästen. Ihre länglichen Bohnen entfalten auf vulkanischem Boden nussige, würzige Noten, auf ferralsolischen Böden eher fruchtige Aromen mit feiner Säure. Typica-Kaffees zeichnen sich durch Beerennoten, frische Säure und dezente Süße aus – ideal für die Filterzubereitung und für alle, die elegante, klassische Kaffees bevorzugen.

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Ursprung und Namensvielfalt der Typica Kaffeevariante

Typica-Kaffee ist der Ursprung aller Arabica-Varietäten und erhielt in den Anbauländern sehr unterschiedliche Namen: Arabigo (Amerika), Criollo, Kona (Hawaii), Pluma Hidalgo, Garundang (Sumatra), San Bernardo, San Ramon (Brasilien), Kents, Chickumalgu (Indien).

Inzwischen konnten Genetiker eindeutig nachweisen, dass Typica tatsächlich zweifelsfrei auf eine einzige Pflanze zurückgeführt werden kann. Die gesamte Pflanzenlinie ist daher aus einer einzigen Pflanze und ihren Nachkommen entstanden, die sich den jeweiligen Wachstumsbedingungen der Anbauländer und -gebiete angepasst haben.

Charakteristika der Typica-Pflanzen

Die Äste stehen fast horizontal vom Stamm ab. Typica-Pflanzen, die eine maximale Größe von 3,5 bis 4,5 m aufweisen, zeigen immer die typischen bronzefarbenen Jungblätter – niemals weisen sie die meist hellgrünen Jungblätter anderer Kaffeevarietäten auf. Die Seitenäste wachsen in einem nahezu horizontalen Winkel (im Gegensatz zu Bourbon-Pflanzen, die einen 60°-Winkel besitzen). Die Kirschen und die darin befindlichen Kaffeebohnen sind von länglicher Form.

Fast alle Typica-Pflanzen – einige der Typica-Pflanzen gedeihen besser in großen Höhen und bevorzugen weniger Niederschlag als die Bourbon-Linie.

Bodenbeschaffenheit und Geschmacksprofil

Auf ferralsolischen Böden bieten die Typica-Sorten fruchtige Aromen mit feinem Säureprofil. Vulkanische Böden hingegen zeichnen sich durch Nusstöne und Gewürze aus. Das Flavour-Profil ist durch eine fruchtige, frische Säure mit Beerentönen gekennzeichnet, die insbesondere bei der trockenen Aufbereitung eine hohe Süße und einen ausgeprägten Körper in der Tasse entwickeln.

Die Aromaprofile der lateinamerikanischen Kaffees zeichnen sich daher durch fruchtbetonte Noten mit geringerem Körper aus, die vornehmlich bei Filterkaffee ihren Einsatz finden. Doch das Potenzial dieser Kaffees mit ihren verschiedenen angepassten Linien und Untervarietäten sowie in verschiedenen Aufbereitungen sind noch weitestgehend ungeborgene Schätze.